DIE Adresse für Patchwork und Nähen im Raum Ingolstadt

Ausstellung

Ein fester Termin (i. d. R. letztes Wochenende der Sommerferien, genauer Termin wird durch Presse und Fachzeitschriften bekannt gegeben) im Kalender der Diamond Quilters ist die alle zwei Jahre (gerade Jahreszahlen) stattfindende Ausstellung im Köschinger Kloster. Gezeigt werden Arbeiten, die vorrangig in den vorangehenden zwei Jahren entstanden oder fertiggestellt worden sind.

CD mit Impressionen der Ausstellung

Eine CD der gesamten Ausstellung ist für € 5,- im Patchworkladen zu erwerben.
Für Interessierte findet während der Ausstellung ein Schnuppernähen statt.

Impressionen

Hier eine kleine Auswahl der ausgestellten Werke und weitere Bilder:

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  • dreiecke-und-windmuehlen-elisabeth-hesslinger.jpg
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Zeitungsbericht zur Ausstellung 2008

„Wir hängen alle an der Nadel“ (Donaukurier, 04.09.2008)

Kösching (DK) Lachen schallt aus dem ersten Stock. Angelika Satzinger bringt Stoff. Frauen spannen Fäden in die Nähmaschinen ein, diskutieren über ihre neuen Ideen oder sitzen wie meditierend mit Nadel und Stoffstücken dabei. Düfte von Textilien und Bügeleisendampf wabern im Raum.

Die Diamond Quilters (ausgesprochen: kwilters) treffen sich seit 1996 einmal im Monat in einem Kursraum über dem Patchwork-Minilädchen am Schlehenstein in Kösching. Ein Teil der Mitglieder ist durch die VHS-Kurse unter der Leitung von Angelika Satzinger dazu gekommen. Andere wurden erst durch Ausstellungen der Diamond Quilters darauf aufmerksam. Mittlerweile kommen etwa zwölf Frauen regelmäßig zu den Treffen.

"Das Nähen ist eine Sucht. Entweder man hört sofort wieder damit auf, weil es zu fieselig ist, oder man hört nie wieder auf", ist sich Heike Raschke sicher. Dabei behandeln die Patchworkerinnnen sich gegenseitig wie gute Schwestern: Alle sind gleichberechtigt. Sie freuen sich, wenn eine andere einen guten Tag hatte, und sie trösten sich auch, wenn das Gegenteil der Fall war.

Das ist nicht der einzige Reiz der Gruppe: Anders als bei Sprachkursen gibt es bei Patchworkkursen kein festes Lernziel. Alle dürfen ihre eigenen Ideen verwirklichen. Für viele ist das wie eine Therapie: Sie können richtig entspannen und den Stress des Alltags vergessen.

Aber nicht nur sich selbst sind die Diamond Quilters eine Hilfe, sie engagieren sich auch im sozialen Bereich. So schmücken zum Beispiel Patchwork-Altardecken die Ladenkirche in Kösching, Wandteppiche verschönern die Kliniken Ingolstadt und Kösching, und im Köschinger Rathaus hängt ein gestepptes Wappen.

Neben diesen Projekten fertigt die Gruppe viele weitere Kunstwerke an. Alle zwei Jahre stellen die Diamond Quilters diese im ehemaligen Kloster in Kösching aus. Zu diesen Präsentationen kommen hunderte Besucher. Viele sind aus der Region, manche aus Nürnberg und München, einige reisen für die Ausstellung sogar durch die halbe Republik. „Wir Patchworker sind so Verrückte“, lacht Heike Raschke.

Für ihre Werke lassen sich die Frauen von Gemälden und Gebäuden Friedensreich Hundertwassers, anderen Patchworks und Quilts, vor allem aber ihrer eigene Kreativität leiten. Weil alle Frauen ihre eigenen Ideen einbringen können, entstehen auch ganz unterschiedliche Produkte.

Patchwork ist eine Technik der Textilgestaltung. Dabei werden kleine Stoffteile zu einer großen Fläche zusammen- oder aufeinander genäht. Diese Flickwerke können anschließend zu Gegenständen (beispielsweise Notizbucheinbände, Topflappen, Handtaschen) weiterverarbeitet werden. Eine besondere Form des Patchworks ist der Quilt (englisch für "Steppdecke"). Dieser besteht aus drei Stoffschichten und wird mit einem Steppstich genäht. Man kann ihn etwa als Bettdecke oder als Wandteppich verwenden. Das ist nur eine grobe Übersicht. Die ganze Vielfalt können die Besucher der Ausstellung an diesem Wochenende in Kösching erleben.

Von Matthias Meitner

Stoffdesign am Schlehenstein